Get Der Prophet der Deutschen: Martin Luther im Spiegel der PDF

By Norbert Mecklenburg

Das Buch bietet eine kritische Literaturgeschichte der Lutherbilder von der Reformationszeit bis zur Gegenwart. Fünf Jahrhunderte lang haben sich viele Autoren über das welthistorische Individuum Martin Luther geäußert und es literarisch darzustellen versucht, von Hans Sachs über Herder, Goethe und Kleist bis hin zu Thomas Mann, Dieter distinctiveness und Rolf Hochhuth. Luther wurde mit den verschiedensten literarischen Mitteln und Effekten inszeniert, etwa als die wittenbergische Nachtigall , der eislebische christliche Ritter , die mächtige Eiche deutschen Stammes , der stiernackige Gottesbarbar . Die Literatur hat sich an der Fabrikation eines Luther-Mythos beteiligt, der den Reformator zu einem Propheten der Deutschen erhob, und ebenso an der Destruktion dieses Mythos.

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Luthers Machtposition wird maßlos übertrieben dargestellt. Er sei »eyn Babst inn deutschem land« (V. 93, vgl. V. 901) – was ihm übrigens auch Kritiker vom ›linken‹ Flügel der Reformation vorwarfen. Er habe politischer Gleichmacherei das Wort geredet (V. 707–10), zu Aufruhr und Unfrieden aufgehetzt (V. 243–6), besonders die Bauern, die er dann aber betrogen und verraten habe (V. 308–12, vgl. V. 560–85, 936– 41) und die es doch früher unter den Klostervögten so gut gehabt hätten (V. 977–80). Er widerspreche sich in seinen Schriften ständig selbst (V.

Wie die Passion von Christus so konnte auch seine Versuchung (Mt. 4) als typologisches Vorbild dienen. Dieses biblische Muster, dazu die Verteufelung des Papstes und seiner historisch belegten Bestechungsversuche gegenüber Luther, schließlich das von der spätmittelalterlichen Tradition bereitgestellte fiktionale Genre der ›Teufelsbriefe‹ – 28 I. Propagandisten. Literarische Lutherbilder im 16. Jahrhundert das sind die Elemente, aus denen eine Flugschrift besteht, ein ›Gesprächsbüchlein‹ von 1523 mit dem Titel Ein schöner Dialogus von Martino Luther und der aus der Hölle geschickten Botschaft.

Die Vorrede begründet diese Tiermetaphorik unter Verweis auf Äsop, Lukian und Ovid sowie auf die Bibel damit, dass jene sieben Personen das unmenschliche Gesinde des Antichrist seien: »was? seind die auch menschen? / warum nit viel me teufel« (113). Entsprechend maßlos ist die jeweils der Figur Genius in den Mund gelegte Polemik gegen sie. Die Sprache ist volkstümlich, mit Sprichwörtern durchsetzt, der Ton derb, grobianisch: So stöhnt der Papst beim Strebkatz-Ziehen: »Ich zeuch daß mir mein arsloch stinkt«; oder Emser nimmt sich vor: »Daß ich ein stoß im [d.

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